Intel und Mir

07.09.2013 22:28 | keine Kommentare

Als kurze Zwischenmeldung, bevor ich über Schritte zu einer freien Umgebung und möglichst spionagefreiem Handeln in einer meiner nächsten Beiträge berichten will, möchte ich hier meine Gedanken über Intels Entscheidung, XMir nicht mehr zu unterstützen, reden.

Doch was ist XMir überhaupt? XMir ist ein Wayland Klon-Fork, der den GNU-Linux Window Server X.Org in Linuxumgebungen ersetzen wird. Die Portierungen zu diesem neuen Serversystem ist bereits in Arbeit und viele Distributionen werden diesen (Wayland) in naher Zukunft produktiv einsetzen.

Im Gegensatz zum frei entwickelten Wayland wird Mir-XMir von Canonical, die Firma hinter der Ubuntu Distribution, entwickelt. Diese schlugen vor langem den Weg ein, einen eigenen Server zu entwickeln, wahrscheinlich mit dem Ziel auch für mobile Systeme den gleichen Unterbau zu haben. Das alles geht damit einher, dass sie das ursprüngliche Projekt Wayland klonten, was in der freien Softwarewelt regelmäßig getan wird und dann weiterentwickeln, um es ihren Ansprüchen anzupassen.

Canonicals Entscheidung wurde und wird immer noch sehr kontrovers in der Linuxgemeinde diskutiert. Ihnen wird vorgeworfen, sich dem Linuxprinzip zu entfremden und ihre "eigene Suppe zu kochen". Nun hat Intel genau deswegen für XMir-Mir Server seine Treiber entfernt.

Ich finde, obwohl ich selbst teilweise u.a.Ubuntu in der LTS Version (Long Term Support) nutze, dass das die richtige Entscheidung war. Jeder Publisher von Linuxdistributionen und natürlich Entwickler von Linuxkomponenten sollte dem Grundprinzip treu bleiben und eben nicht ein eigenes Süppchen kochen. Dieser Schritt ist hart vom Intelmanagement, aber durchaus gerechtfertigt. Ich bin gespannt, wie, wann und ob Canonical darauf reagiert.

Aber vor allem bin ich darauf gespannt, wohin ich demnächst wechseln werde, wenn von Canonical diesen Kurs beibehält.


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